Konsumentenrente & Produzentenrente

Konsumentenrente und Produzentenrente sind zwei Begriffe aus der Betriebswirtschaftslehre, die im Nachfolgenden ausführlich erklärt werden.

Die Produzentenrente berechnen

Produzentenrente ist vielfach sowohl in der Mathematik als auch in der Wirtschaft anzutreffen. Geprägt wurde sie von einem der populärsten und einflussreichsten Nationalökonomen der damaligen Zeit, Alfred Marshall. Die Produzentenrente ist im Allgemeinen betrachtet die Differenz zwischen den Herstellungskosten für die Produktion eines Gutes und dem Verkaufspreis, der am Markt erzielt wurde.

Die wichtigste Kernaussage ist daher auch, dass die Produzentenrente die Gewinne (ergeben sich aus der Gewinnberechnung) eines Unternehmens am Markt beschreibt. Für die Hersteller ist die Produzentenrente also etwas Vorteilhaftes – sie ist nötig, um dauerhaft geschäftlich erfolgreich zu sein.

Die Produzentenrente Formel lautet:

Produzentenrente (PR) = Umsatzvariable Kosten

Erklärung der Formel zur Berechnung der Produzentenrente

 

Konsumentenrente und Produzentenrente

Quelle: Wikipedia

Wie es in der oben zu findenden Formel zu entnehmen ist, ergibt sich die Produzentenrente, wenn man die variablen Stückkosten vom Umsatz abzieht. Die Fixkosten werden also nicht berücksichtigt!

Jeder Unternehmer möchte für sein Unternehmen den höchstmöglichen Gewinn erzielen. Doch neben einer entsprechenden Nachfrage und der Höhe der Produktionskosten kann es immer auch dazu kommen, dass sich ein Unternehmen mit niedrigeren Gewinnen zufrieden geben muss. Das Wichtigste ist in diesem Zusammenhang, dass mindestens der Reservationspreis (begrifflich gleichzusetzen mit den Grenzkosten) durch den Produzenten erzielt wird.

Erreicht der Produzent den Reservationspreis exakt, so wurde keine Produzentenrente erwirtschaftet. Liegen die Erlöse dauerhaft unter diesem Preis, ist die Existenz des Unternehmens auf langfristige Sicht bedroht. Werden jedoch Erlöse erwirtschaftet, die über dem Reservationspreis liegen, ist von der Produzentenrente die Rede – einem Gewinn für das Unternehmen.

Die Konsumentenrente berechnen

Die Produzentenrente hat als Gegenstück die sogenannte Konsumentenrente. Hier erhält der Verbraucher einen Vorteil, da dieser ein Gut, für welches er bereit wäre, den Preis X zu zahlen, günstiger bekommt. Er gibt am Ende also weniger Geld aus, als er bereit war, dafür auszugeben. Das Geld kann also für den Kauf anderer Güter ausgegeben werden.

Erklärung/Beispiel zur Konsumentenrente

Konsumentenrente Erklärung

Quelle: Wikipedia

Sebastian und Ingo treffen sich zum Pizza essen. Beide bestellen die gleiche Pizza, jeweils für 5,00 Euro. Während sie sich ihre Pizzen schmecken lassen, meint Sebastian, dass er auch 7,00 Euro bezahlt hätte, weil ihm seine Pizza so gut schmeckt. Ingo erwidert, dass ihm seine Pizza maximal 6,00 Euro wert gewesen wäre.

Aus dem Gespräch geht die Zahlungsbereitschaft beider Konsumenten hervor, woraus sich nunmehr die jeweilige Konsumentenrente in Euro berechnen lässt. Es kann also jetzt festgestellt werden, wie weit die Zahlungsbereitschaft und der tatsächliche Preis auseinander liegen.

Für Sebastian gilt die folgende Rechnung: 7,00 Euro – 5,00 Euro = 2 Euro. Die Konsumentenrente hat also eine Höhe von 2 Euro. Jochens Rente beträgt hingegen nur 1,00 Euro (6,00 Euro – 5,00 Euro). Insgesamt ergibt sich hieraus eine Konsumentenrente in Höhe von 3,00 Euro (2,00 Euro + 1,00 Euro).

Die Formel zur Berechnung der aggregierten Konsumentenrente bei einer linearen Nachfragekurve lautet:

Konsumentenrente (KR) = ((Reservationspreis – Gleichgewichtspreis) * Gleichgewichtsmenge) / 2

Die Gemeinsamkeiten von Produzentenrente und Konsumentenrente

Beide Renten bringen jeweils dem Hersteller oder dem Verbraucher einen finanziellen Vorteil. Gemessen werden beide Varianten in GE (Geldeinheiten). Jeder Marktteilnehmer verfolgt das Ziel, seine eigene Rente zu maximieren, um den größtmöglichen Vorteil abzuschöpfen.