Arbeitslosenquote in Deutschland & Vollbeschäftigung

Vollbeschäftigung ist nicht eindeutig definiert. Sie beschreibt allgemein einen Zustand, in dem beispielsweise in einer bestimmten Volkswirtschaft die Arbeitslosenquote sehr gering ist. In den Zeiten des Wirtschaftswunders in Deutschland sah man die Vollbeschäftigung als erreicht an, wenn die Arbeitslosenquote unter einem Prozent lag.

Heute ist der Anspruch an diesen Zustand etwas gesunken und meist werden Werte zwischen 3% und 5% als Vollbeschäftigung tituliert. In Österreich zum Beispiel wird eine Arbeitslosenquote von unter 3,5% so bezeichnet. Es stellt sich an der Stelle natürlich die Frage, ob diese Betitelung gerechtfertigt ist – denn selbst bei einer Arbeitslosenquote von 3% sind ja immer noch viele Menschen ohne Arbeit.

Arbeitslosenquote berechnen

Die Arbeitslosenquote zeigt den Anteil von Arbeitslosen an der Gesamtzahl der erwerbstätigen Personen zusammen mit den Arbeitslosen. Die Theorie ist klar: in der Regel wird eine niedrigere Arbeitslosenquote als besser bewertet. Doch wie kann man die Arbeitslosenquote berechnen?

Arbeitslosenquote = Anzahl der registrierten Menschen ohne Arbeit / Anzahl der registrierten Menschen ohne Arbeit + Anzahl der zivilen Erwerbstätigen

Arbeitslosenquote in Deutschland

Infografik zu Arbeitslosenquote in Deutschland. Quelle: Statista, Erhebung durch Bundesagentur für Arbeit

In Deutschland ist die Arbeitslosenquote seit dem Jahr 2009 leicht rückläufig. Im Zeitraum von 1995  bis 2012 erreichte die Arbeitslosenquote im Jahr 2005 mit 11,70% ihren höchsten Wert. Zu der Zeit war natürlich auch Outsourcing ein Thema, weil die Auslagerung von Produktionsprozessen in das Ausland aufgrund der zunehmenden Globalisierung immer weiter anstieg – die Unternehmen können so jede Menge Personalkosten sparen.

Grafikquelle: Statista